Das generelle Thema der Nahrungsergänzung

Essen, bis man gesund ist: Das Ringen der Ärzte um Rezepte. Welche Brisanz in dem lapidaren Begriff „gesunde Ernährung“ liegt, wird in diesen Tagen, da die Genomforschung mit Macht in die Ernährungsbranche vordringt, immer offenkundiger. Das Stichwort lautet: „Nutrigenomics“.

Zunehmend geht es nicht mehr nur darum, sich ausgewogen zu ernähren und damit dem Körper das Nötigste an Nähr- und Mineralstoffen, an Vitaminen und Spurenelementen zuzuführen. Es geht um die systematische Eliminierung von Beschwerden, die durch unspezifisches Essen verursacht werden.

Das Thema ist nicht nur: Sich „gesund zu ernähren“. Sondern: Die jeweils richtige Nahrung zu essen, bis man gesund ist und bleibt.

Unsere Nahrung wird zum medizinischen Instrument, zu einer praktikablen Art alltagspharmakologischer Waffe gegen Krankheiten.

Am konsequentesten wird diese Idee im Kampf gegen das Volksleiden Krebs vorangetrieben. Schon vor mehr als zwanzig Jahren haben Epidemiologen vorgerechnet, dass man mit einer gezielten Ernährung - je nach Art der Krebserkrankung - zwischen zehn und siebzig Prozent der Tumore verhindern könnte.

F.A.Z., Natur und Wissenschaft: Auszüge, Zusammenfassungen und Modifikationen